Dienstag, 24. April 2012

Rückspiel gegen Real: Heynckes optimistisch


Bayern-Trainer Jupp Heynckes zeigt sind nach dem Liga-Erfolg gegen Werder Bremen zuversichtlich, dass die Mannschaft auch in Madrid am Mittwoch trotz Außenseiterrolle in den Wettquoten etwas reißen kann.

„Das spielt überhaupt keine Rolle. Das sind zwei verschiedene Wettbewerbe“, spielte Bayern-Kapitän Philipp Lahm die Bedeutung des Erfolgs im Liga-Spiels gegen Bremen herunter. Das sieht Heynckes jedoch ganz anders. „Es war sehr wichtig, dass wir am Samstag in Bremen in der Endphase noch gewonnen haben“, sagte der Trainer gegenüber den Fußballnachrichten von „fcb.de“ und weiter: „Das ist eine Parallele zum 2:1-Sieg gegen Real Madrid. Wir haben es wieder einmal geschafft, ein Spiel zu drehen.“

In der Tat dürfte der Erfolg schon zusätzlichen Ansporn und vor allem Selbstvertrauen für das Halbfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch geben. Besonders Franck Ribery überzeugte am Wochenende, als er nach seiner Einwechslung die Partie nahezu im Alleingang drehte. Gegen Real wird jedoch nicht eine Einzelleistung Riberys ausreichen. Vielmehr steht die gesamte Mannschaft im Fokus.

„Wir müssen unser gesamtes Potenzial abrufen“, forderte Heynckes, am besten „100 beziehungsweise 110 Prozent. Die letzten zehn Prozent sind Emotionen.“ Dabei sind die Bayern extrem gefordert, schließlich verlor man die letzten drei Spiele im Bernabeu in Serie. So geschehen auch 2006/07. Damals reichte die 2:3-Niederlage trotzdem zum Weiterkommen. Auch am Mittwoch würde ein derartiges Ergebnis den Münchnern den Einzug ins Finale in der Allianz Arena sichern.

„Uns ist klar, dass wir den einen oder zwei Treffer erzielen müssen. Dazu sind wir in der Lage, wir haben überragende Angriffsspieler“, zeigte sich Heynckes selbstbewusst. Mit der Bilanz von 20 Erfolgen aus 26 Auswärtsspielen in dieser Saison kann der Trainer durchaus optimistisch sein, auch in Madrid einen Erfolg zu feiern. Dabei stehen „alle Spieler zur Verfügung“ und sie sind Heynckes zufolge „motiviert, konzentriert und fokussiert auf den kommenden Mittwoch.“

Doch auch Real geht voller Siegeswillen in die Partie. Am Wochenende erreichte das Starensemble von Trainer Jose Mourinho einen beachtlichen 2:1-Sieg im Clasico gegen den FC Barcelona im Camp Nou. Das lässt Henyckes trotzdem kalt: „Ich verfolge die spanische Presse und man merkt: Die Madrider haben großen Respekt vor uns. Das müssen sie auch nach dem Hinspiel.“

Freitag, 20. April 2012

Pizarro nach München? Auch Rummenigge dementiert!

In den vergangenen Tagen beherrschte vor allem ein Thema die Bundesliga News: Die angebliche Rückkehr von Claudio Pizarro zu Bayern München. Nachdem am Donnerstag der „Münchner Merkur“ berichtete, der Deal sei fix, schaltet sich nun Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ein. Er dementiert den Transfer überraschend.

Vor dem Bundesligaduell zwischen Bayern München und Werder Bremen meldeten mehrere Sportnachrichten, der peruanische Stürme hätte sich für einen Wechsel an seine alte Wirkungsstätte entschieden. Nur die Bestätigung fehle und die wollen beide Vereine noch zurückhalten, schließlich treffen am Samstag beide Teams in der Liga aufeinander.

Nun hat sich Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge eingeschaltet. Er dementierte die Transfergerüchte und stellte gegenüber der „Bild“ klar: „Die Meldung ist definitiv falsch.“ Des Weiteren meldet das Blatt, dass Pizarros Berater, der derzeit seinen Urlaub in Spanien verbringt, bislang noch keine unterschriftsreife Offerte aus München vorliegt.

Pizarro selbst kommentierte die Gerüchte indes nicht. Gegenüber der „Syker Kreiszeitung“ blockte der Peruaner ab: „Ich sage dazu nichts.“ Auch Bremen-Geschäftsführer Klaus Allofs bestätigte den angeblichen Deal nicht: „Dass Claudio am Montag in München vorgestellt wird, schließe ich aus. Ob er sich gedanklich dazu entschlossen hat, weiß ich allerdings nicht. Ich kann ihm nicht in den Kopf schauen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass ich es als Erster erfahre, wenn Claudio sich entschieden hat.“ Allofs verlasse sich auf „klare Absprachen“ mit dem Stürmer: „Deshalb frage ich auch nicht bei Claudio nach.“

Für Pizarro würde sich ein Punkt in seiner bisherigen Karriere bei einem Wechsel an die Isar wiederholen. Schon einmal wechselte er von Bremen in die bayerische Landeshauptstadt, wo er sechs Jahre von 2001 bis 2007 im Trikot des Rekordmeisters spielte. Im Anschluss wechselte der 33-Jährige in die Premier League zum FC Chelsea, bei dem er sich jedoch nicht durchsetzen konnte. So kehrte er 2008 schließlich wieder zurück nach Bremen.

Für die Bayern bestritt Pizarro bislang insgesamt 174 Spiele, in denen er 71 Tore erzielte. Erst vor einigen Wochen machte „Pizza“ von einer Klausel in seinem Vertrag Gebrauch und kündigte zum Saisonende hin, wodurch er ablösefrei wurde. Außerdem soll der Stürmer bereits ein Haus in München suchen.

Wofür sich Pizarro entscheiden wird, lässt sich noch nicht sicher sagen. Ein Wechsel nach München wäre sicher eine gute Option für beide Seiten. Pizarro könnte das sinkende Bremer Schiff, das mit Tim Wiese bereits einen wichtigen Leistungsträger verloren hat, verlassen und bei den Bayern seine Zukunft suchen. Dort wäre er womöglich der Edeljoker hinter Mario Gomez.