Dienstag, 3. Juli 2012

Matthias Sammer wird neuer Sport-Vorstand beim FC Bayern


Die EM ist vorbei. Momentan werden die Nachwehen des Ausscheidens der deutschen Mannschaft in den Medien diskutiert. Doch dann überraschte am Montag eine weitere Meldung: In aktuellen Sportnachrichten wurde berichtet, dass Matthias Sammer zum FC Bayern München wechselt. Als sogenannter „Sport-Vorstand“.
Sammer soll den Job von Christian Nerlinger, der den Rekordmeister verlassen wird, übernehmen und erhält zusätzlich einen Stuhl im Vorstand. „Ich möchte mich im Namen des Clubs bei Christian Nerlinger ausdrücklich für seine Arbeit in den vergangenen vier Jahren beim FC Bayern bedanken," erklärt FC Bayern-Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß, "ich hoffe sehr, dass unser aller gutes persönliches Verhältnis auch weiterhin Bestand hat.“
Auf der Webseite des FC Bayern findet sich eine Erklärung für diesen Führungswechsel. Grund für die Vertragsauflösung mit Nerlinger seien „unterschiedliche Auffassungen über das Konzept für die Zukunft der Mannschaft“. Auch Nerlinger äußerte sich über die Vertragsauflösung: „Ich wünsche dem FC Bayern weiterhin alles erdenklich Gute. Ich habe hier eine gute und sehr intensive Zeit erlebt und werde dem Club auch weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben.“
Schon länger soll klar gewesen sein, dass Nerlinger die Bayern verlässt. Aber um Aufregung vor der EM zu vermeiden, habe man mit der Bekanntgabe dieser Meldung bis jetzt gewartet.
Den Bundesliga News zufolge soll Sammer den Posten als Sportdirektor übernehmen und bekommt sogar einen Platz im Vorstand, der Nerlinger verwehrt geblieben war. Die Bayern reagieren damit auf die vergangene Saison, in der man drei große Titel knapp verpasst hat. Sammer wird seinen Posten als Sportdirektor des DFB aufgeben, um fortan als „Sport-Vorstand“ die Leitung für „Lizenzspielerangelegenheiten“ beim deutschen Rekordmeister zu übernehmen.
Uli Hoeneß ist schon länger von der Arbeit des ehemaligen BVB-Trainers überzeugt, und bat nach Angaben der „BILD“  DFB-Präsidenten Niersbach sogar persönlich per Telefon um die Freigabe von Sammer. „Wir lassen Matthias Sammer nur sehr schweren Herzens gehen. Er hat mit seiner Kompetenz und Leidenschaft viel für die Talentförderung in Deutschland bewegt und dem Verband mit seiner Art unglaublich gut getan“,  erklärte Niersbach auf der DFB-Homepage. „Gleichzeitig respektieren wir seinen Wunsch und möchten seinen weiteren Plänen nicht im Wege stehen. Die enge Verbindung zu ihm wird auch in Zukunft erhalten bleiben.“
Nerlinger ist 2009 in die Fußstapfen von Manager Uli Hoeneß getreten, der das Zepter aber nie wirklich aus der Hand gegeben hatte. Jetzt wird Nerlinger von Sammer beerbt, der eher den Ruf weg hat ein Alphatier zu sein. Er soll die Bayern sportlich wieder ganz nach vorne katapultieren.

1 Kommentar:

kevin hat gesagt…

2009 kam Nerlinger schon? oha.

na da bin ich ja mal gespannt. Eigentlich dachte ich, dass Nerlinger genau der richtige für Hoeneß sei. Ein Mitläufer eben, die perfekte rechte Hand.

Aber vielleicht sind Sammer und Hoeneß sich ja so fischig, dass sie nicht aneinander geraten :)