Dienstag, 8. Januar 2013

Jens Keller muss Abwehr stabilisieren



Auf die Abwehr konnte Schalke 04 stets bauen. Doch nicht so in der Hinrunde 2012. Da zeigten sich oft fatale Lücken in den Defensivreihen der „Knappen“. Der neue Trainer, Jens Keller, arbeitet intensiv mit der Mannschaft, um die Schwachstellen auszumerzen.

Bis zum Ende der Woche ist der FC Schalke 04 noch im Trainingslager in Katar und arbeitet vor allem im taktischen Bereich. Wie aktuelle Sportnachrichten berichteten, ist einer der Schwerpunkte für Trainer Jens Keller die Defensive.
Dabei kann der Nachfolger von Huub Stevens nur auf einen echten Rechtsverteidiger zurückgreifen. Atsuto Uchida ist aber nach seiner Oberschenkelverletzung erst vor wenigen Tagen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Marco Höger gilt als Alternative, Benedikt Höwedes ebenfalls. Doch Höger bevorzugt das defensive Mittelfeld. Dort glänzte er in der Hinrunde mit guten Leistungen, bis ihn ein Syndesmoseanriss im November zurückwarf.
Nun könnte Höger zum Rückrundenstart den rotgesperrten Jermaine Jones ersetzten und neben Roman Neustädter auflaufen, da auch Christoph Moritz mit einem Innenbandanriss im Knie mehrere Wochen ausfällt. Benedikt Höwedes gefällt die Außenbahn auch nicht wirklich, da er sich ebenfalls eher im Zentrum sieht. 

Kein Wunder, dass man auf Schalke auf Kaderverstärkung aus ist. Laut dem „Kicker“ soll man bereits einen Kandidaten ins Auge gefasst haben. Sebastian Jung von Eintracht Frankfurt soll es sein. Doch bislang ist noch nichts bestätigt, da Frankfurt das Jungtalent gerne behalten würde und auch andere Bundesligisten ihre Fühler nach dem 22-Jährigen ausgestreckt haben.
Mit 25 Gegentreffern hat Schalke die zweitschlechteste Abwehr unter den Top sieben der Tabelle. Der SC Freiburg oder Mainz 05, die weiter hinten platziert sind als die „Knappen“, mussten weniger Bälle aus dem eigenen Tor holen, obwohl die Defensive der Schalker personell besser besetzt ist. Somit muss Jens Keller an der gesamten Organisation der Abwehrreihe arbeiten. 

Auch in der Innenverteidigung gibt es Probleme, da Kyriakos Papadopoulos immer noch an einer Knieverletzung laboriert. Jan Kirchhoff von Mainz 05 wäre ein Wunschkandidat gewesen und scheinbar war man sich mit dem 22-Jährigen bereits einig. Doch der FC Bayern schnappte sich den begehrten 1,95-Meter-Mann mit einem besseren Angebot in letzter Sekunde. Deshalb ist die Suche nach einer Alternative für Papadopoulos vorerst eingestellt. Vor allem auch, weil der Grieche gute Fortschritte bei der Genesung macht.

Schalke stehen harte Zeiten bevor. Trotzdem kann man von den „Knappen“ nach dem verpatzten Rückrundenende wieder einiges erwarten. Die internationalen Plätze müssen das Ziel der „Königsblauen“ sein. Am Freitag den 18. Januar geht es für Schalke gegen Hannover 96. Dabei sind die Niedersachsen laut den Bundesliga Wettnachrichten Außenseiter in Gelsenkirchen.     

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