Montag, 28. Oktober 2013

Champions-League Live-Streams legal oder illegal

Wer kennt die Situation nicht: Es ist Dienstag und die Lieblings-Mannschaft spielt in der Champions-League am Abend um wichtige Punkte. Das Spiel wird aber mal wieder nicht im Free-TV übertragen.
Man möchte als Fan natürlich gerne live dabei sein, sieht aber nicht ein, sich von einem Bezahlsender mit knapp 30 Euro pro Monat oder 15 Euro für ein so genanntes Champions-League-Megaticket (Mega bedeutet hierbei zwar alle Spiele, aber nur für einen Spieltag) zur Kasse bitten zu lassen. Was liegt näher, als sich das favorisierte Spiel einfach und bequem per Internet-Stream anzuschauen?

Doch bewegt man sich hierbei auf illegalem Terrain?
Laut Paragraf 44a des Urheberrechtsgesetzes sind "vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellen und deren alleiniger Zweck es ist, eine rechtmäßige Nutzung eines Werkes oder sonstigen Schutzgegenstands zu ermöglichen, und die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben" ausnahmsweise zulässig.

Für Juristen stellt sich daher die Gretchenfrage, ob das Anschauen von Streams alleine eine "rechtmäßige Nutzung" darstellt.

Lädt sich der Fan Programme oder Tools wie Spocast herunter, über der er das Spiel schaut, kopiert er das Signal in den temporären Speicher seines PC´s und verbreitet es damit weiter und macht sich somit strafbar.
Das bloße Anschauen über eine Internetseite, wie z.B. beim Web-Portal witzig.tv stellt für die meisten Juristen keinen Straftatbestand dar.
Die Rechtsprechung hat in diesem Bereich aber noch nicht für Klarheit gesorgt.
Die Anbieter von Streams müssen jedoch eher mit hohen Strafen rechnen, der jeweilige Nutzer ist schwer zu verfolgen. 
Ein Freifahrtschein ist diese Erkenntnis jedoch nicht.

Allerdings gibt es in den kommenden Vorrundenpartien eine ganz legale Möglichkeit sich die Champions League auf dem heimischen PC oder auf das Tablet zu holen.

Die betroffenen Partien und wo das Ganze zu finden ist, kann man auf techfacts.de nachlesen.


Sonntag, 20. Oktober 2013

Ibisevic trägt sich in Geschichtsbücher ein

Bosnien-Herzegowina nimmt erstmals an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil. Ein Tor von Stuttgarts Vedad Ibisevic ebnete den Weg für die Teilnahme an der WM-Endrunde 2014 in Brasilien.

Nach 68. Minuten waren die Fans der Bosnier nicht mehr zu halten. Stuttgarts Angreifer erlöste die Nationalmannschaft des jungen Balkanstaats mit seinem Tor zum 1:0-Endstand gegen Litauen. Ibisevic ebnete damit seinem Team zum ersten Mal in seiner jungen Geschichte eine Teilnahme bei einer Fußball-WM.

Nicht nur die Spieler und anwesenden Fans im Stadion freuten sich, auch in der Heimat wurde überschwänglich gefeiert. Etwa 10.000 Fans feierten auf den Straßen der Hauptstadt Sarajevo. Nach Abpfiff bildeten sich Autokorsos, ein Feuerwerk strahlte am Nachthimmel, untermalt von einem Hupkonzert.

Die Spieler konnten ihre Freude so kurz nach Abpfiff der Partie kaum richtig in Worte fassen, allen voran der ehemalige Bundesliga-Profi Edin Dzeko, der das Siegtor vorbereitete, war von seinen Gefühlen überwältigt: „Danke an alle, die nun feiern. Wir haben die Macht von Bosnien-Herzegowina gezeigt.“

29 Tore erzielte das Land, dass erst 1992 seine Unabhängigkeit erklärt hatte, in den vorherigen neun Qualifikationsspielen. Doch in der entscheidenden Partie im litauischen Kaunus fiel der erlösende Treffer erst nach quälend langer Wartezeit. Am Ende aber sicherte ein einziges Tor den ersten Platz in Gruppe H vor den punktgleichen Griechen, die vorab bei live Wetten noch mit den besten Fußball Quoten auf den Gruppensieg ausgestattet waren.

Die direkte WM-Qualifikation ist der größte sportliche Erfolg für das Land, das vor zwei Jahrzehnten so schwer vom Balkankrieg in Mitleidenschaft gezogen wurde. In der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika und auch für die EM 2012 in Polen und der Ukraine scheiterte das Team von Trainer Safet Susic jeweils in den Playoffs an Portugal.