Samstag, 23. November 2013

Walter Frosch verstorben


Einer der beliebtesten Fußball-Rebellen hat uns verlassen.


Sportlich bekannt wurde der gelernte Schornsteinfeger als gnadenloser Verteidiger für Kaiserslautern und St. Pauli, wo er großen Anteil an den Erfolgen seiner Mannschaft hatte.
Interessant: Schon seinen ersten Vertrag unterschrieb er 2 x: Sowohl bei Bayern, als auch bei Kaiserslautern. Der DFB musste damals (1974/75) schlichten.

Auch neben dem Platz wurde er bekannt: Als Kettenraucher (auch auf der Ersatzbank), und durch seine Sprüche.
"Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe!" sagt eigentlich schon alles über seinen Lebensstil aus.
"Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl." - nachdem er vom damaligen Bundestrainer Jupp Derwall zur B-Nationalmannschaft eingeladen wurde (Frosch hat abgesagt).

Was kaum jemand weiß: Walter Frosch haben wir die Spielsperre nach 5 gelben Karten zu verdanken.
Nachdem er es in einer Saison auf 18-20 gelbe Karten brachte (die genaue Anzahl ist nicht mehr nachvollziehbar, teilweise wird auch von 27 gelben Karten gesprochen), führte der DFB die Sperre nach (damals) 4 gelben Karten ein.

Nach 60 Bundesliga-Spielen mit 11 Toren (laut Wikipedia) spielte Frosch noch einige Zeit bei verschiedenen Amateur-Vereinen.

Nun erlag Walter Frosch letztendlich nach langem Kampf seinem Krebsleiden. Er wurde 62 Jahre alt.

Was bleibt, ist die Erinnerung an einen großartigen "Typen", der sich selbst immer treu geblieben ist, und das "Walter-Frosch-Turnier", welches jährlich durch den SC Victoria Hamburg ausgerichtet wird - die dabei gesammelten Spenden sind für krebskranke Kinder bestimmt.

Montag, 18. November 2013

Fußball-Bundesliga – der closed shop

Die Fußballbundesliga boomt im Gegensatz zur schwächelnden Seria A in Italien oder zur Primera Division in Spanien. Neben immer größeren Marktingeinnahmen der Bundesliga-Klubs sind vor allen Dingen volle Stadien ein Indiz für den Aufschwung des Fußball-Oberhauses. Die Zahlen sind hierbei beeindruckend. Über 450.000 tausende Eintrittskarten konnten die achtzehn Vereine der ersten Bundesliga insgesamt an den Mann und an die Frau bringen und das obwohl mit Freiburg, Mainz oder August Vereine mit eher kleinen Stadien in der Bundesliga spielen. Branchenprimus ist und bleibt Borussia Dortmund mit insgesamt 55.000 verkauften Dauerkarten, gefolgt vom Revierrivalen aus Gelsenkirchen, der seinen Vorverkauf bei knapp 44.000 Tickets stoppte. Doch was insgesamt für die Fußball-Bundesliga eine erfreuliche Entwicklung ist, gerät zur großen Enttäuschung für viele Fans zu werden. Die oben angesprochenen abgesetzten Dauerkarten bieten natürlich für die Vereine eine Garantie für vollbesetzte Stadien, auf der anderen Seite bleiben kaum Tickets für den Einzelkäufer übrig.
Gerade die Bell Etage der Fußballvereine der Bundesliga könnten ihre Stadien nur mit Dauerkartenverkäufen füllen und legen daher eine Verkaufsstopp für Jahrestickets fest.
So ließ der FC Bayern München verlautbaren, sie für jedes ihrer 17 Heimspiele 100.000 Tickets verkaufen könnten.
Trotz dieser Verkaufsstopps gehen kaum Tickets in den Einzelverkauf.
So bietet der BVB gerade mal 17.000 Karten von über 80.000 verfügbaren Karten für den Einzelerwerb an.
Wird die Bundesliga zum „closed shop“?
Das muss nicht sein.
Wer z.B. den VfB Stuttgart endlich einmal wieder in der Bundesliga erleben und in aus der  Canstatter Kurve anfeuern möchte, hat die Möglichkeit, Tickets über das auf Sportveranstaltungen und Events spezialisierte Portal ticketbis zu ordern.
Die Preise sind hierbei auch nicht überteuert wie bei anderen Webportalen. Selbst Tickets für Top-Spiele wie BVB gegen Bayern München lassen sich noch problemlos sichern.
Ansonsten hat der DFB auf seiner Bundesliga Seite Links zu den offiziellen Ticketanlaufstellen der Vereine bereit gestellt.

Allerdings sollte man sich als Fan nicht zu viele Hoffnungen machen...

Mittwoch, 13. November 2013

Dzeko vor Abschied aus Manchester

Edin Dzeko kommt bei Manchester City nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Medienberichten zufolge bahnt sich der Abschied des Angreifers aus dem Emirates an.

Edin Dzekos Vertrag bei Manchester City läuft in 18 Monaten aus. Eine Vertragsverlängerung wird es wohl nicht geben. Wie englischen Medien zu entnehmen waren spielt der ehemalige Wolfsburger in den Planungen der Verantwortlichen des englischen Vizemeisters keine Rolle mehr.

Bereits seit September stand der Stürmer nicht mehr in der Anfangsformation der „Citizens“. Eine Situation mit der wohl auch Dzeko nicht zufrieden sein dürfte. Ein Vereinswechsel scheint die logische Konsequenz. Doch wohin zieht es den 27-Jährigen?

Diverse europäische Spitzenvereine werden mit dem Torjäger in Verbindung gebracht. Inter Mailand und AS Rom könnte Dzeko in die Serie A locken. Möglicherweise taucht der Name Dzeko auch bald wieder bei Bundesliga Wetten auf. Borussia Dortmund soll seit geraumer Zeit ein Auge auf den bosnischen Nationalspieler geworfen haben. Auch der FC Arsenal hatte Dzeko bereits im Sommer auf dem Zettel und könnte im Winter einen neuerlichen Vorstoß wagen.

Der Spieler selbst klagte zuletzt öffentlich sein Leid über die mangelnde Spielzeit unter City-Coach Manuel Pellegrini. „Ich muss mehr spielen. Ich stand in nur vier Premier-League-Spielen in der Startformation“, so Dzeko im Fußball live Kommentar gegenüber dem „Daily Mirror“ und weiter: „In drei Liga-Spielen bin ich überhaupt nicht eingesetzt worden. So etwas ist in der letzten Saison nicht passiert.“

Eine Rückkehr nach Deutschland scheint nicht unrealistisch. In Dortmund dürfte man sich bereits Gedanken machen, wer Robert Lewandowski nach dessen wahrscheinlichen Abgang beerben wird. Sportdirektor Michael Zorc erklärte im März: „Unbestritten ist Edin Dzeko ein interessanter Stürmer.“ Allerdings würde Dzeko bei der Borussia auf Gehalt verzichten müssen.


Zudem dürfte Dzeko kein Schnäppchen sein. City überwies 2011 37 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg und wird wohl im Falle eines Verkaufs einen Großteil der Summe wieder reinholen wollen.